Glück „At Home“ oder: Deko an die Front

Ambiente 2014

Rhein-Main ist Gastgeber für viele Messen. Die gerade stattgefundene Ambiente bezeichnet sich als weltweite Nummer 1 für Produkte rund um den gedeckten Tisch, Küche und Hausrat, Geschenk- und Dekorationsartikel sowie Wohnkonzepte und Einrichtungsaccessoires: 144.000 Fachbesucher aus 140 Ländern, mehr als 4700 Aussteller. Bezogen auf den privaten Konsum in Deutschland hat der private Einrichtungsbedarf mittlerweile eine Größenordnung von 40,4 Mrd. Euro jährlich erreicht (Zahlen aus 2012, ermittelt vom IFH-Institut für Handelsforschung im Auftrag der Messe Frankfurt). Das entspricht einem knappen Drittel des Umsatzes der Automobilindustrie im Vergleichszeitraum (Inland, 128 Mrd. Euro nach statista) und lässt erahnen, wie viel „Markt“ im Thema Wohnambiente tatsächlich steckt.
Bei diesen Größenordnungen darf man davon ausgehen, dass sich der Bedarf nach Dekorativem für das Aufrüsten der eigenen vier Wände nicht im Saisonalen (Ostern, Weihnachten etc.) erschöpft. Allerdings konnten wir keine Angaben recherchieren, die sich auf die Verweil- und Nutzungsdauer  von Gegenständen  beziehen, die zur persönlichen Ausgestaltung von Wohnungen und Häusern ausgewählt werden und vermutlich wurde auch noch nicht untersucht, ob und welchen Einfluss das Thema Nachhaltigkeit bereits auf den Interior-Bereich hat.
Unsere persönliche Beobachtung hat sich in den letzten Jahren dahingehend verfestigt, dass die Schnelligkeit, mit der Wohn-Moden wechseln, enorm zugenommen hat. (Das bezieht sich mittlerweile sogar auf die Werthaltigkeit von Immobilien und die schnell wechselnden Vorlieben modisch orientierter Kaufinteressenten, die ihr Interesse mehr und mehr auf den urbanen Raum richten.) Während beispielsweise noch auf der diesjährigen IMM in Köln durchaus überdimensionierte Leuchten (-schirme) häufiger zu sehen waren, sind diese auf der Ambiente kaum noch anzutreffen gewesen (ca. 1 Monat zeitlicher Abstand). Hingegen hat sich der Einrichtungsstil, den Luca Nichetto auf der IMM 2013 durch seine Version „Das Haus“ präsentierte (wir berichteten darüber im Beitrag Jan 2014), mittlerweile zu einer Art von Tsunami entwickelt. Um beim Beispiel Leuchten zu bleiben: diese sind nun klein, organisch geformt, geflochten bzw. Korb artig und hängen fast ausnahmslos in Gruppen. Wenn kein Pflanzen (-ähnliches) Material verarbeitet wurde, dann sprechen wir von Silber, Messing oder Kupfer, oft auch mit orientalischem Touch.
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Der trendorientierte und –suchende Besucher der Ambiente sah sich in diesem Jahr – mehr als in den letzten Jahren – vor die Frage gestellt: Wo ist denn nun die Grundströmung und in welche Richtung entwickelt sich der Wohngeschmack erkennbar, der uns in den nächsten Jahren begleiten wird? Die kurze Antwort lautet:
Everything goes! 
Die etwas präziser ausgebildete Antwort würde darauf verweisen, dass Trends, die man meint wahrzunehmen, sobald man sie etwas näher betrachtet, sich sofort mit anderen Trends vermischen  – sich vermischen lassen – und dadurch neu akzentuieren. Während unter einem Klassiker wie „Landhausstil“ eine weitgehend eindeutige Zuordnung von Wohnaccessoires vorgenommen werden kann, ist das bei dem aktuell präsentierten Angebot längst nicht mehr so klar. Natürlich gibt es nach wie vor zuverlässige Annäherungsmöglichkeiten, einen roten Faden in die Hand zu bekommen und damit die ersten Schritte zu absolvieren. Nehmen wir ein Thema wie Nordic/Danish, das scheint sicheres Terrain. Aber plötzlich gibt es jetzt dort riesige, farbige Poufs, gestrickt und in Formen, wie sie gerade auch für die oben beschriebenen Lampen IN sind. Diese Poufs passen natürlich auch zu ganz anderen Wohnstilen, und zwar völlig anderen. Die Frage ist: wie viel Nordic/Danish „nimmt man mit“ und ab wann handelt es sich einfach nur noch um ein Sammelsurium, das mehr Unruhe entstehen lässt, als es erträglich sein kann?
Das von der Messe Frankfurt beauftragte Stilbüro bora.herke.palmisano bietet durch vier jeweils voneinander abgegrenzte Erlebniswelten Hilfestellung, wie die überbordende Vielfalt segmentiert werden kann.
Eigenwillig: Stunning temper – fantasievoll und skurril
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Quelle: Bildarchiv Messe Frankfurt, Ambiente 2014
Erlesen: Subtle spirit – ästhetisch und harmonisch
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Quelle: Bildarchiv Messe Frankfurt, Ambiente 2014
Ursprünglich: Serene nature – natürlich, schlicht und unaufdringlich
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Quelle: Bildarchiv Messe Frankfurt, Ambiente 2014
Funktional: Striking mind – markant und eher geometrisch
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Quelle: Bildarchiv Messe Frankfurt, Ambiente 2014

Interessant ist, dass sich diese Trendbotschaften an ein internationales Publikum richten und keinesfalls lediglich auf den deutschen Käufer zugeschnitten sind. Wir haben bereits an anderer Stelle mehrfach kommentiert, dass auch zunehmend Immobilien ohne einen kulturell/regionalen Kontext gebaut werden, sondern weltweit unter der Kategorie MODERN rubrizieren. Vereinfacht könnte man sagen: eine Blue Jeans wird überall auf der Welt getragen und in welcher Form sie gerade angesagt ist, entscheiden die Mode Ikonen, die aktuell im Fokus stehen. Das Thema Wohnambiente scheint immer mehr ein modisches zu werden und dabei eben auch ein internationalisiertes.

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Ein weiterer Schlüssel, die aktuellen Wohntrends für eine nicht ganz so kurze Zeitspanne, zutreffend einzuschätzen, kann möglicherweise durch die Ergebnisse der im Auftrag der Messe Frankfurt durchgeführten Studie des IFH Instituts für Handelsforschung (erschienen zur Tendence 2013) genutzt werden. Hier wurde die unterschiedliche Orientierung von 20-30 jährigen und 50-60 jährigen in Hinblick auf das Thema persönliche Auswahl und Bedeutung von Wohnaccessoires untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Jüngere zum Auf-u. Ausbau ihres Selbstwertgefühls durch Individualität und Funktionalität ihrer Einrichtung punkten wollen („Hauptsache es sieht gut aus und es hat nicht jeder.“), während die Älteren hochwertige und nachhaltige Produkte auswählen, um ihrem Bedürfnis nach innerer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit entsprechen zu können („Neben der Familie das Wichtigste (das Wohnen, Anmerk. d. Red.) im Leben.“). Die Studie geht davon aus, dass die Bedeutung von Dekorations- und Einrichtungsartikeln weiter zunehmen wird und kommt abschliessend zu folgender Einschätzung: „Das eigene Zuhause wird erst durch die persönliche Dekoration gemütlich und wohnlich. Sie trägt damit einen entscheidenden Teil zum Abschalten vom stressigen Alltag und zur Entspannung bei.“ Das klingt nicht wirklich revolutionär, ja fast langweilig.

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Mach Dir Deine Welt, wie sie Dir gefällt
Alles begann einst in der Höhle, die uns vor grobem Unbill schützen musste. Das, was Unbill ist, hat sich in vielen Tausend Jahren schon etwas modifiziert, aber das Empfinden der Bewohner scheint nach wie vor sehr ähnlich zu sein. Eine moderne Vorstellung vom privaten Wohnen bildete sich übrigens erst Anfang des 18. Jahrhunderts in Frankreich aus, als es bei denen, die es sich leisten konnten, schick wurde, bequem und für sich zu wohnen – im Gegensatz zu „repräsentativ und mit vielen zusammen“ (Adel). Der Sinn fürs Private und eine gewisse Intimität liess die Zimmer kleiner werden und die Funktion der Räume der heutigen vergleichbarer. Dieser völlig neue Wohntrend ging mit der Geburt der Kleinfamilie einher, die in der heutigen Zeit zu ca. 75 % aus 1-2 Personen pro „Privatsphäre-Einheit“ besteht. Wer sich vor Augen führt, dass das Recht auf Individualität im Grunde eine gute Sache ist, … der kann dann auch mit einem hoch individualisierten und rasch wechselnden Wohnstil keine Probleme haben. Vorausgesetzt: nicht die Labels diktieren, was darunter zu verstehen ist.

Hier können Sie uns im Nachhinein ein wenig über die Messe begleiten:

Heute „angesagt“ und morgen „abgemeldet“: Was eine Immobilie leisten muss, um IHR Geld wert zu sein

Keine Frage, die Suche nach einem eigenen Zuhause, die gleichzeitig mit einem Immobilienkauf einhergeht, ist nicht so einfach, wie es zunächst den Anschein hat. Jeder, der hier schon einmal unterwegs war, kann das bestätigen, zumal nach dem Kauf sich das eine oder andere Gefühl Raum verschaffen kann, dass man sich vielleicht doch anders hätte entscheiden sollen.

Persönliche Präferenzen lassen Kaufentscheidungen von vornherein in einem ganz eigenen Licht erscheinen und setzen individuelle Akzente. Da gibt es den frisch dynamisch an´s Werk gehenden Enthusiasten, dem nach dem zwanzigsten Besichtigungstermin allmählich die Begeisterung abhanden kommt und der sich dann für eine Immobilie zu erwärmen beginnt, die er zuvor kaum besichtigt hätte. Der Recherche-Typ durchkämmt erst einmal Statistiken, Finanzdaten und Bewertungen, grenzt seine Auswahl von vornherein stark ein und geht unter einem recht engen Suchwinkel an den Markt. Kann er nicht finden, was er definiert hat, kauft er eben nicht. Die Suche von potenziellen Käufern, die als Paar unterwegs sind, hat Eigenarten, die auch in der Interaktion der beiden Persönlichkeitsprofile ganz eigenwillige Blüten treiben können, so am Ende plötzlich Dinge Ausschlag gebend werden, die die Käufer selbst nach einer Weile nicht mehr so richtig nachvollziehen können. Fazit: die Suche nach einer eigen genutzten Kaufimmobilie ist – unabhängig wo gesucht wird – eine besondere Herausforderung.

Wir erleben in unserer alltäglichen Arbeit als unabhängige Immobilienberater hautnah, wie quälend diese Suche sein kann und wie schwierig es ist, in der Kürze der jeweils zur Verfügung stehenden Beratungszeit geeignete Informationen und Anregungen aufzunehmen, die im Einzelfall tatsächlich hilfreich sind. Ein Teil der Suchenden kommt auch eher in der Haltung zum Besichtigungstermin einer Immobilie, dass man dort einem „Feind“ – nämlich dem Makler – begegnet, dem man besser keine genaueren Angaben macht. Wenn es uns dann im Laufe der Besichtigung tatsächlich gelingt, erstes Vertrauen aufzubauen, explodieren die Termine zeitlich, weil dann auf einmal viele Fragen aus den Klienten herausbrechen, die „man“ zwar hat, die man aber niemandem zuvor gestellt hat bzw. meint, überhaupt stellen zu können oder die ausserhalb des zugehörigen Kontext gestellt werden und deren Beantwortung dann nicht wirklich weiterhilft.

In der Tat scheint immer mehr ein wachsendes „Schwarzes Loch“ zu entstehen, das neben der enormen Fülle an vorhandenen Informationen, Warnungen und Meinungen von beteiligten Fachleuten und – nicht zu unterschätzen – dem berühmten Bekannten, der sich auskennt – den potenziellen Käufer immer mehr „kirre macht“.  Hinzu kommen all die schönen Bilder, die er täglich  – gewollt oder ungewollt – visuell wahrnimmt, die glückliche Menschen in einem schönen Zuhause zeigen. So ist das Gesamtpaket des Suchenden aufgeladen mit Hoffnungen, Befürchtungen, Wünschen und Ängsten … und trotzdem will er eine Immobilie kaufen:  weil …!

An diesem „Weil“ können Sie – wenn Sie zu den Suchenden gehören – schon einmal Ihre eigene Präferenz festmachen. Geht es Ihnen in erster Linie darum, die gerade so günstigen Zinsen auszunutzen, sind Sie ein ganz anderer Käufer, als derjenige, der nie einen Zweifel daran hatte, dass er sich eines Tages eine eigene Immobilie kaufen wird. Als Hilfestellung für eine – auch auf Dauer gültige – erfolgreiche Suche nach einer eigen genutzten Immobilie haben wir eine Methode entwickelt, die ganz einfach angewendet werden kann:

Die 3 „Seiten“ Ihres -Zuhauses-Methode.

Häuser haben ausschliesslich den Zweck, Menschen von Nutzen zu sein. Daher wird in ihnen abgebildet, was für uns Menschen von Relevanz ist. Die bewährte Unterscheidung nach Körper, Geist und Seele bedeutet, wenn man sie auf eine Immobilie überträgt: Wohngesundheit, Funktionalität und Werterhalt sowie individuelles Wohlbefinden (siehe Bild). Wenn Sie mit dieser Methode arbeiten wollen, sammeln Sie unter der jeweiligen Rubrik die Aspekte, die Ihnen wichtig sind und zwar in dem Sie diese nach „muss sein“, „darf nicht sein“ und „kann sein“ auflisten. (Natürlich können Sie die Methode auch für eine Eigentumswohnung nutzen.) Das Alter einer Immobilie ist beispielsweise ein Aspekt, der im Bereich der Wohngesundheit anzusiedeln ist, denn hier müssen Sie unterscheiden, aus welchem Baumaterial Ihre Immobilie sein soll. Bevor Sie annehmen, dass „neu“ hier die beste Wahl wäre, können Sie durch gezieltes Recherchieren abwägen, welches Wohnklima für Sie wichtig ist und daraus lassen sich dann Rückschlüsse ziehen, welche Baumaterialien und welche Bauweise überhaupt in Frage kommt.

Unsere „3-Seiten-Methode“ sieht für den Bereich der Funktionalität und des Werterhaltes Aspekte vor, die sich beispielsweise auf die Lage eines Objektes beziehen – auch in Hinblick auf die Himmelsrichtungen – der Variabilität von Grundrissen (unterschiedliche Lebensphasen haben unterschiedliche Bedürfnisse zur Folge), die potenzielle Nutzung in Hinblick auf eine wechselnde Familienzusammensetzung oder auch die absehbare Entwicklung des Umfeldes in Hinblick auf eine dauerhaft potenzielle gute Wiederverkaufsmöglichkeit.

Im dritten Feld der Methode kommen all die Aspekte zum Einsatz, die Sie sich wünschen, um Ihr persönliches Wohlbefinden zu steigern. Aber auch hier sollten Sie bedenken, dass all das, was sich als „modisch“ darstellt, mit wenig Aufwand austauschbar sein sollte, denn auch Ihre Vorlieben ändern sich im Laufe von Jahren.

Wenn Sie Näheres über den Einsatz unserer  „Die 3-Seiten-Ihres Zuhauses-Methode“ wissen möchten:  Wir beraten Sie gerne.

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Klare Absage an Minimalisten: Kuschelig ist wieder erlaubt

Nach Jahren reduzierten und coolen Wohngefühls ist sie nun vollständig durchgebrochen, die ungebremste Lust an taktilen und visuellen Reizen mit starkem Bezug zur Natur und tiefer sitzenden Erinnerungen an Kuscheliges und Heimeliges. Die Berghütte wohnt längst in der Stadt und ersetzt in Form eines rotkarierten Kissens, auf dem ein Fellherz angeordnet ist, den unmittelbaren Kontakt zum ländlichen Leben. Besucher der Tendence 2013 sehen sich mit einer enormen Fülle von Sinneswahrnehmungen konfrontiert, die ein Stück weit vergessen macht, dass sich die Zahl der Aussteller reduziert hat. Das Eintauchen in das so attraktive Angebot von Eindrücken gleicht das aus – wenn auch nicht im direkten Zusammenhang stehend –  denn viel aufregender, als weißer Schleiflack auf großen Flächen ist nun einmal ein Stück Holz, das eine eigene Geschichte zu erzählen hat und diese mitnimmt in das Möbel- oder Dekorationsstück, als das es sich dem Besucher präsentiert.

Plötzlich zeigt jede Art Stoff  Profil.  Sie sind samtig, tief und flauschig und lassen sich beim Berühren gefallen, dass es gleich noch einmal geschehen muss. Farben haben wieder einen Stellenwert und brillieren in Nuancen und Leuchtkraft, unterstützen vor allem das Angenehme einer Atmosphäre und haben selten eine schrille Wirkung. Wir wollen an dieser Stelle nicht die Begeisterung für eine solche Vielfalt bremsen, um darüber zu philosophieren, ob es sich bei den gezeigten Trends um eine unangemessene Sehnsucht nach Nostalgischem handeln könnte, die als Kompensation für täglich zu Erleidendes gelten soll. Auch wenn es sich um die „Herbstmesse“ handelt, die noch einmal die Gelegenheit gibt, sich für das Weihnachts-/Wintergeschäft einzudecken, lässt sich deutlich erkennen: nein, um Weihnachten geht es hier eher nicht. Das Angebot ist insgesamt „erdiger“ geworden, Material und die damit verbundene Geschichte des Ursprungs und der Herstellung haben wieder mehr zu erzählen und zeigen alles andere, als die kalte Schulter.

Zwar ist der Griff zu Gegenständen, die „schon einmal im Rennen waren“, hin und wieder auch mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit unterlegt. Im Vordergrund aber steht ein – fast hemmungslos erscheinendes – Mix, das dicht, turbulent und unterschiedlich wertig erscheinen darf, Hauptsache, es ist individuell zusammengestellt und erzählt im besten Fall sogar eine kleine Geschichte. Unser Video gibt Ihnen einen kleinen Ausschnitt des Präsentierten wieder. Die Mehrheit der Bilder präsentiert „Gesichtetes“ der unten stehenden Anbieter, über deren Website Sie den nächsten, für Sie in Frage kommenden Shop ausfindig machen können.

Als unabhängige Immobilienberater favorisieren wir Charakterimmobilien. Die aktuellen Einrichtungstrends sind da GANZ auf unserer LINIE!

♢ Lazis.com ♢ Biehne-porzellan.de ♢ Pomax.com ♢ vanroonliving.com ♢ domedeco.com ♢ dpi-online.de ♢ LINDDNA.com ♢ kare-design.com ♢ ecodesignsfortoday.com ♢ blueberries.cz ♢ raeder.de ♢ ankedrechsel.de ♢ decorama.de ♢ nordal.eu ♢ bischof-design.com ♢ nya.com ♢ cormulder.com ♢ lambert-home.de ♢ scholtissek.de ♢ viasteinplatten.de

Spot an: Nachhaltige Produkte mit Lifestyle Charakter erobern sich ihr Publikum

„Wir befinden uns an vielen Stellen mitten in einem Paradigmenwechsel“, sagt Hansjerg Maier-Aichen, Professor für Produktdesign an der Staatl. Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, anlässlich eines von ihm geführten

Tendence 2013 - ecostyle

Tendence 2013 – ecostyle

Rundgangs mit dem Schwerpunkt „Design“ auf der zum ersten Mal im Rahmen der Tendence 2013 in Frankfurt stattfindenden Fachmesse ecostyle. Die mehr und mehr in das Bewusstsein von nachhaltig orientierten Käufern drängenden Produkte aus dem Bereich der ökologisch ausgerichteten Geschäftsmodelle haben hier eine eigene  Plattform.  Längst ist die Müsli-Ecke verlassen und den Produkten haftet kein Bastelimage mehr an. Einige Hersteller besitzen bereits deutlich  mehr als 10 Jahre Erfahrung und entwickeln ihre Produkte nicht weniger professionell, als dies etablierte und arrivierte Markenartikler tun. Wer die Geschichte der Anbieter und ihrer Lieblingskinder hinterfragt, stellt fest, dass es hier eine Menge zu erzählen gibt und dass das „Storytelling“ sogar wichtiger Teil der Geschäftsgrundlage geworden ist.

Menschen, die gerne ein Produkt kaufen und einsetzen wollen, das eine besondere Wert-und Nachhaltigkeit darstellt, lieben diese Geschichten, denn sie erlauben es , eine besondere Beziehung zu dem erworbenen Schätzchen herzustellen. Selbst wenn es sich um Gegenstände handelt, denen keine lange Einsatzdauer zugestanden werden kann, wie es beispielsweise bei Einmalgeschirr der Fall ist, möchte der Nutzer das gute Gefühl haben, sich für das bessere Produkt entschieden zu haben, eben das, was seinem Lebensstil der Nachhaltigkeit am nächsten kommt.

Die Schnittstelle zwischen Produkten, die auf der ecostyle gezeigt werden und solchen, die in hervorgehobenen Bereichen auf der Tendence gezeigt werden, kann sehr fliessend sein. Young talents und der European Home & Trend Award 2013 heben Arbeiten hervor, die sich ebenfalls durch Kreativität „nachhaltig machen“.

Eine kleine Auswahl (beliebige Reihenfolge) haben wir hier für Sie zusammengestellt. Über die Websites der Anbieter lässt sich meist ohne großen Aufwand der Ihnen nächst liegende Shop herausfinden. Viel Spass beim Entdecken!

Reditum.de ♢  Nestnature.de ♢ ackermann-leder.de ♢  Werkhaus.de ♢ Organoids.at ♢ Kahla-porzellan.com ♢ Biehne-porzellan.de ♢ Blueberryjewellery.com ♢ Klimagriff.de ♢

Es könnte so viel Spass machen: Immobilien, massgeschneidert und werthaltig

Wer schon einmal Gelegenheit hatte, ein vom Grunde individuell geplantes und gebautes Haus zu besuchen, wird bei sich festgestellt haben,  dass das nicht ohne Auswirkung auf das eigene Befinden geblieben ist. Über dieses Erstaunen steigt das Interesse für die Bereitschaft, immer mehr Details entdecken zu wollen und aufmerksam zu werden für den Einfallsreichtum, der ihnen zugrunde liegt. Wenn man nicht durch anderes Tun abgelenkt wird, ist dann die nächste Sache, die sich entdecken lässt, dass man sich zu entspannen beginnt und sogar anfängt zu geniessen. Dabei ist das Alter der Immobilie völlig nebensächlich, nur deren „Stimmigkeit“ zählt.

Das Video zeigt sehr anschaulich, wie eine individuelle Immobilie entsteht und was von Beginn an den Ausschlag gibt, diese ihr Leben lang – und das kann deutlich über das Leben ihres Bauherrn hinausgehen –  zu einem Ort zu machen, an dem sich Menschen wohl fühlen und Freude daran haben, sie mit Leben zu erfüllen. Die Geburtsstunde einer Immobilie beginnt nicht mit der Grundsteinlegung. Sie beginnt damit, dass Menschen eine Sehnsucht in sich tragen, wie sie sich unter dem neuen Dach, das entstehen soll, fühlen wollen und welche Art von Leben für sie dort möglich sein soll. Ist der „Sehnsüchtige“ selbst der Architekt, wird er versuchen seinen Idealen Gestalt zu verleihen. Ist der Bauherr der Auftraggeber, wird es für den Erfolg seines Vorhabens ausschlaggebend sein, einen Architekten zu finden, der ihn und seine Sehnsucht nicht nur ernst nimmt, sondern sie zum Ausgangspunkt aller Überlegungen macht. An dieser Stelle scheitern die meisten Träume bereits, denn aus ganz verschiedenen Gründen scheint es zunehmend schwerer zu werden, empathische und fähige Profis zu identifizieren, die den Kampf mit den oft kleingeistigen Regeln und Vorschriften bereit sind aufzunehmen und eine wirkliche nachhaltige Perspektive durchzusetzen.

Nachhaltigkeit, der Versuch, auch in unserer Sprache einen Begriff zu wählen, der dem englischsprachigen Sustainability (sustainable = zukunftsfähig, umweltverträglich) nahekommt, ist in den letzten Jahren zunehmend zum Schlagwort geworden. All zu leicht wird Nachhaltigkeit heute in die Ecke des technisch/materiellen Produktzyklus und dem Endenergieverbrauch zugeordnet. In unserem Verständnis beginnt Nachhaltigkeit an der Stelle, an der eine mit Emotionen und Leidenschaft unterlegte Planung Gestalt annimmt, die von Beginn an menschliche Bedürfnisse nach Licht, Luft, Schutz, Wärme, Freiraum und Individualität keine Sekunde aus den Augen lässt.

Aus Gesprächen wissen wir, dass es an dieser Stelle immer das Argument gibt: Ja, hört sich schön an. Aber die Kosten! – Wir meinen, dass einfallslose und die Bedürfnisse des Menschen missachtende Architektur besonders teuer ist, weil der Lebenszyklus von solchen Immobilien kurz ist, der Ressourcenverbrauch besonders hoch und die Werthaltigkeit angesichts schrumpfender Gesellschaften unterdurchschnittlich  – um nicht zu sagen: desaströs.

Unsere Empfehlung als unabhängige Immobilienberater geht – sehr gut begründbar – weg von der Standard-Neubau-Immobilie und hin zur Identifikation von individuell gebauten Wohlfühlimmobilien, auch wenn diese aktuell vielleicht nicht auf dem Stand des gewünschten Komforts stehen. Wenn die Basiselemente stimmen, ist eine Revitalisierung eine nicht nur machbare, sondern vor allem sehr befriedigende Aufgabenstellung. Sie besitzen danach ein massgeschneidertes Haus, das Ihnen all das gibt, was im Idealfall eine Immobilie zu leisten im Stande ist. Und nach Ihnen wird sie das für jemanden anderen noch einmal leisten können, während die Standard-Neubauten heute oft schon nach wenigen Jahren keine Kaufinteressenten mehr für sich begeistern können. DAS macht den Unterschied.

Typveränderung für Immobilien – eine wirklich spannende Sache

Die Zahl der Immobilien, die in die Jahre gekommen sind und auf den ersten Blick nicht für sich selbst sprechen können, ist eine täglich stark anwachsende. Mehr und mehr haben sich Bilder in den Köpfen festgesetzt, wie modernes Wohnen auszusehen hat – sowohl innen, als auch aussen. Und da gehören diese Bilder nicht dazu. Wer nach einer Immobilie sucht – ob Wohnung oder Haus – kann sich an den leider meist wenig attraktiven Fotos, die in die einschlägigen Datenbanken eingestellt werden, leicht „etwas holen“, das seinem Wunsch nach attraktiven Ansichten jede positive Emotion zu rauben droht. Verkäufer – und da gehören leider auch viele Profis dazu – schiessen aus der Hüfte, mit Smartphone oder Kompaktkamera und „halten drauf, was die Linse hergibt“. Das Ergebnis ist einfach: scheusslich und keinesfalls hilfreich, um dem eigentlichen Wunsch, nämlich einen guten Preis für eine solide Immobilie erzielen zu können, zu erfüllen.

Die Kaufinteressenten wiederum ärgern sich – so hören wir es täglich – über diese Achtlosigkeiten, die es ihnen sehr schwer machen, aus den gezeigten Bildern ihre Schlüsse zu ziehen. Wenn der Verkäufer darauf spekuliert, dass sich der Kaufinteressent dann schon selbst zum Objekt bemüht, um einen eigenen Eindruck zu gewinnen, dann trifft das in der Mehrheit der Fälle nicht (mehr) zu. Die Reaktion ist oft sogar die, dass sich der potenzielle Käufer nach dem ersten „K.O.“-Foto einer entsprechenden Internetanzeige einfach weiter klickt und sich mit dem Angebot nicht beschäftigt, weder beim ersten Besuch im Netz, noch jemals wieder bei einem späteren.

Völlig sprachlos kann man dann werden, wenn zwar der Makler für ein Verkaufsobjekt wechselt, nicht aber die Bilder. Wie wenig reflektiert ist bei solchen Verkäufern wohl die Situation des Kaufinteressenten, wenn er darauf baut, dass der Suchende – der sich oft Monate lang auf den entsprechenden Plattformen aufhält und dadurch teilweise fast einen besseren Markt-Überblick gewinnt, als die Anbieter , dies nicht bemerken wird. Solch ein „kleiner“ Aspekt kann übrigens der Grund dafür sein, dass eine Immobilie über Jahre hinaus nicht verkauft werden kann und schliesslich so „verbrannt“ ist, dass auch neue Fotos nicht mehr viel ausrichten können.

Diese Effekte ins Positive gedreht, führen zu einem Vermarktungsansatz, der die Immobilie von Anfang an mit den Augen des – zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht bekannten – Käufers betrachtet. In der ersten Stufe bedeutet dies: Sichten, wo die Potenziale liegen und für wen diese interessant sind (wer ist die Zielgruppe für das Objekt?) und wo liegen die Stolpersteine, die vorab aus dem Weg geräumt werden müssen.

Das Video zeigt das Ergebnis einer solchen Vorgehensweise. Das Haus war zuvor sowohl von den Eigentümern (ohne Makler u. provisionsfrei) und dann auch mit Makler ohne Erfolg angeboten worden. Allerdings hat man das Haus lediglich geräumt und in allem so belassen, wie es der verstorbene (bisherige) Eigentümer genutzt hatte. Das Ergebnis unserer Arbeit sehen Sie in dem Video und die erste Besichtigung, die wir durchgeführt haben, war bereits die, mit den heutigen Eigentümern. Innerhalb weniger Wochen war der Verkauf abgeschlossen und alle Beteiligten hatten ein „breites Grinsen“ im Gesicht.

Unsere Arbeit als unabhängige Immobilienberater erlaubt es uns, eigene Wege in der Immobilienvermarktung zu entwickeln und auszuprobieren. Dabei haben wir eine Expertise aufgebaut, die in dieser Form einzigartig ist. Das bringt unseren Kunden eine ganze Menge und so empfehlen sie uns direkt weiter.

 

 

Modernes Leben: schneller Wohnen

Das Leben in einer City stellt einen idealen Mikrokosmos dar, in dem sich eine – immer noch wachsende – Varianz von Lebensstilen auch in Form individualisierter Wohnwünsche „Raum“ und Ausdruck verschaffen möchte. War das Thema Wohnen in früheren Jahrzehnten eher gekennzeichnet von Attributen wie wohlhabend, bürgerlich oder einfach, ist der Wunsch nach „schönem Wohnen“ heute Ausdruck der eigenen Persönlichkeit und dadurch weniger statisch und stattdessen nach reizvoller Abwechslung drängend. Das gibt dem einschlägigen Handel und den dazu gehörenden Dienstleistungen eine ausgezeichnete Chance, Kunden für Wohnstile und Highlights zu gewinnen, die das Spiel mit der Abwechslung so reizvoll machen. 
Mehr und mehr lässt sich beobachten, dass sich dort harsche Grenzen für Kunden auftun, wo diese Lust an der Vielfalt und dem schnelleren Anpassen an sich verändernde Lebensstile, -umstände und Gewohnheiten durch ein Immobilienangebot abgewürgt wird, das – unabhängig vom Entstehungsjahr – darauf wenig Rücksicht nimmt. Es beginnt mit Forderungen wie „Barrierefreiheit für alle“, Ausrichten der Immobilien nach Licht und Sonne, Emissionsfreier (oder zumindest –armer) Bausubstanz und – ganz wichtig – flexiblen Grundrissen. Auf der Seite der Bau-Entscheider (Neubau und Bestand) nimmt die Zahl derjenigen, „die es so machen, wie sie es immer gemacht haben“, nur sehr zäh ab und die Zahl derjenigen, die verstanden haben, das moderne Lebensumstände auch in modernen Wohnumständen gespiegelt werden müssen, scheint nicht spürbar zu wachsen.

Die aktuelle Welle des urbanen Wohnstils mit gesteigerter Nachfrage im Kauf- und Mietbereich hilft dieser Bedarfssituation leider nicht auf die Beine. Vielmehr hilft sie, Immobilien „teuer“ zu machen, die ihren Preis nicht wert sind, besonders nicht, wenn man die mittel- u. langfristige Entwicklung betrachtet. Wenn die persönlichen Lebensumstände (Jobwechsel, Partnerwechsel, neue Lebensmodelle) kurzfristiger wechseln, muss das Wohnen diesen Umständen folgen können und darf nicht dazu führen, dass ein finanzielles Desaster für den Einzelnen entsteht.